Es war einmal ein ganz besonderer Dino. Er hieß Rex. Aber Rex war kein wilder Dino. Nein, Rex war ein Kuschel-Dino! Stell dir mal vor: Er trug einen weichen Pullover mit dicken Streifen in Himmelblau und Zitronengelb. Und an seinen Füßen? Da hatte er riesige, rote Turnschuhe mit ganz langen Schnürsenkeln. Wenn er ging, machten sie leise: „Quietsch, quietsch, quietsch“.
An einem sonnigen Nachmittag spazierte Rex durch eine Wiese voller Pusteblumen. Es war so warm und so schön. Rex suchte sich einen Platz unter einer alten Eiche. Er wollte Geschichten erzählen. Aber für wen? Er war doch so groß, und die anderen Tiere waren manchmal ein bisschen schüchtern.
Da kamen sie angeflogen: die Schmetterlinge! Flatter-flatter-flatter. Sie waren bunt wie ein Regenbogen, aber sie sahen müde aus. Ihre kleinen Flügel wackelten ganz langsam. Rex sah sie mit seinen warmen, bernsteinfarbenen Augen an. Er wollte ihnen helfen. „Kommt her“, flüsterte er ganz leise. „Setzt euch auf meinen weichen Pullover. Der ist so gemütlich wie ein Bettchen“.
Kannst du so still sitzen wie Rex? Rex machte sich ganz steif. Er bewegte keinen Finger und keinen Zeh. Er war so still wie ein Berg. Da passierte es. Ein kleiner blauer Schmetterling kam näher. „Šup!“ – da landete er auf einem gelben Streifen. Und dann noch einer: „Šup!“ Und noch einer: „Šup!“ Bald sah Rex aus wie ein fliegender Garten. Überall auf seinem Bauch saßen kleine, zitternde Flügel.
Plötzlich kitzelte etwas in Rex’ Nase. Oh nein! Ein kleiner Grashalm oder vielleicht ein Sonnenstrahl? Seine Nase wackelte. Seine Nasenlöcher wurden groß. Er musste niesen! Wenn ein T-Rex niest, macht es normalerweise „BUMM!“. Aber Rex wollte seine Freunde nicht erschrecken. Er hielt die Luft an... er drückte die Augen zu... und machte nur ein ganz winziges: „Pffft!“. Ein kleines Dino-Puffen.
Die Schmetterlinge blieben sitzen. Sie fühlten sich sicher. Rex fing an zu erzählen. Er erzählte von flauschigen Wolken, die wie Zuckerwatte aussehen, und vom Wind, der leise durch die Blätter singt. Seine Stimme brummte ganz sanft, wie eine kleine Katze. „Brrr-mmm, brrr-mmm“.
Die Sonne wurde langsam müde und rot. Rex und die Schmetterlinge kuschelten gemeinsam unter dem großen Baum. Rex war zwar ein riesiger Saurier, aber er hatte das weichste Herz der Welt. Er merkte: Man muss nicht laut sein, um gehört zu werden. Manchmal muss man nur ganz still sitzen und einen warmen Pullover tragen.
Und so schliefen sie alle ein, auf der Wiese, im Sonnenschein. „Quietsch, quietsch“ machten die Schuhe ein letztes Mal, als Rex seine Zehen im Traum bewegte. Alles war gut. Und das ist das Ende unserer kleinen Kuschelgeschichte.