Zwei junge Kinder, ein Junge und ein Mädchen, sitzen gemütlich in einer Deckenhöhle im Wohnzimmer und lesen gemeinsam ein leuchtendes Bilderbuch, während verstreute Spielsteine auf dem Boden vor dem Zelt an einen vorangegangenen Streit erinnern.
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Hand aufs Herz: Warum Kinderfreundschaften (k)ein Zuckerschlecken sind! 🍦✂️

Anna

Anna

Blog-Autorin & Mutter von zwei wundervollen Kindern

30. Juni 20263 Min. Lesezeit
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Freundschaft ist kein Ponyhof – besonders im Kinderzimmer! Anna berichtet humorvoll über Lego-Kriege und warum Kinder lernen müssen, richtig zu streiten.


Ganz ehrlich? Vor fünf Minuten habe ich noch meditiert. Oder es zumindest versucht, bevor mein Achtjähriger und seine kleine Schwester (3) sich lautstark darüber gestritten haben, wem der linke Arm der Lego-Figur gehört. 🤯

Wir alle kennen diese glänzenden Kinderbücher, in denen Freundschaft nur aus Händchenhalten und dem Teilen von Erdbeeren besteht. Aber mal Hand aufs Herz: In der Realität fliegen im Sandkasten öfter die Schaufeln, als uns lieb ist.

Wahre Freundschaft ist eben kein Disney-Film. Sie ist chaotisch, laut und manchmal verdammt anstrengend – genau wie das Elternsein selbst! Wir versuchen unseren Kindern beizubringen, „nett“ zu sein, aber eigentlich ist das viel zu kurz gegriffen.

Wussten Sie, dass Freundschaft laut dem Forscher Robert Selman ein Reifeprozess ist? Kinder müssen erst lernen, dass andere Menschen eine ganz eigene Sicht auf die Welt haben. Das passiert nicht über Nacht, sondern durch Reibung.

Und genau hier kommen unsere geliebten Buchhelden ins Spiel. Sie zeigen uns, dass man sich streiten darf, solange man weiß, wie man sich wieder zusammenflickt.

Nehmen wir zum Beispiel „Freunde“ von Helme Heine. Da wird deutlich: Echte Kumpels halten zusammen, auch wenn einer mal schlechte Laune hat. Oder „Lieselotte“, die uns zeigt, dass Gemeinschaft auch bedeutet, die Eigenarten der anderen zu ertragen.

Es geht nicht darum, Konflikte zu vermeiden. Es geht darum, sie auszuhandeln! In der deutschen Kita-Kultur lernen Kinder früh den Unterschied zwischen einem flüchtigen Bekannten und einem „richtigen“ Freund. Letzteres ist harte Arbeit.

Aristoteles sagte einmal: „Freundschaft, das ist eine Seele in zwei Körpern.“ Ich sage: Freundschaft ist, wenn man sich um das letzte Gummibärchen streitet und danach trotzdem gemeinsam eine Höhle baut. 🧸

Damit der nächste Nachmittag ohne größere Tränenausbrüche abläuft, habe ich hier ein paar bodenständige Tipps für euch:

  • Der Gefühls-Check: Wenn es knallt, fragen wir: „Wie fühlt sich dein Herz gerade an?“ statt sofort nach dem Schuldigen zu suchen.
  • Das Rollenspiel-Umdrehen: Wir spielen die Szene nochmal nach, aber jeder übernimmt die Rolle des anderen. Das sorgt oft für große Augen (und Lacher).
  • Fehler-Feier: Wir zeigen unseren Kindern, dass auch wir Erwachsenen uns entschuldigen müssen. „Tut mir leid, Mama war gerade etwas zu laut.“
  • Geschichten als Brücke: Nutzt Apps wie ReadFluffy, um gezielt Geschichten über Streit und Versöhnung zu lesen. Gemeinsames Lesen öffnet Türen für Gespräche, die man sonst kaum führen kann.

Wir Eltern müssen nicht die perfekten Schiedsrichter sein. Wir sind eher die Trainer am Spielfeldrand, die mit einem Pflaster und einem aufmunternden Wort bereitstehen.

Eure Kinder müssen nicht mit jedem Best-Friends sein. Aber sie sollten lernen, wie man die Welt mit den Augen eines anderen sieht – selbst wenn dieser andere gerade das Lieblingsspielzeug versteckt hat.

Welches war eigentlich das absurdeste Objekt, um das sich eure Kinder jemals gestritten haben? Bei uns war es gestern eine vertrocknete Nudel... 🍝

Schaut doch mal bei ReadFluffy vorbei. Dort findet ihr tolle Geschichten, die genau diese echten, ungeschönten Themen kindgerecht aufgreifen!

Alles Liebe,
Eure Anna

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